Zigaretten

Zigaretten, beziehungsweise die Zigarettenstummel, also die Teile, die am Schluss noch übrig bleiben, wenn man sie wegwirft, sind schädlicher als so manch einer denken mag. Laut WHO sind sie das häufigste Abfallprodukt. Zwei Drittel der gerauchten Zigaretten weltweit landen leider in der Natur. Und hier sind die Schäden fatal.

Gerade der Filter beinhaltet ein Cocktail an Giftstoffen. Allen voran natürlich das Nervengift Nicotin, Arsen, Blausäure und Schwermetalle wie Kupfer und Blei. Diese verbleiben nicht im Filter. Wenn es regnet, gelangen sie ins Erdreich und schlussendlich finden sie den Weg ins Grundwasser. Nicotin ist besonders wasserlöslich. Eine halbe Stunde Regen reicht aus, um den Filter um die Hälfte auszuwaschen und den Giftstoff auf den Weg in Richtung Grundwasser zu schicken.

Ein Beispiel gefällig? Gerne doch. Ein Zigarettenstummel in einem Liter Wasser lässt innerhalb von 4 Tagen alle Fische darin verenden. Aber so extrem wird es schon nicht sein, oder? Weit gefehlt! Bedenkt man, dass weltweit etwa 5,6 Billionen Zigaretten geraucht und zwei Drittel davon in der Natur entsorgt werden, kann mit dem entstandenen Müll in der Umwelt etwa 3,7 Billiarden Liter Wasser verseucht werden. Die Rechnung ist einfach. Eine Zigarette auf 1000 Liter Wasser. Das sind 3,7 Billionen Kubikmeter Wasser. Sage und schreibe das 74-fache des gesamten Bodensees.

10-15 Jahre braucht ein Zigarettenstummel, um in der Natur vollständig zu verrotten. Bis dahin sind bereits jegliche Giftstoffe durch das Erdreich und Grundwasser an Orte, an denen sie niemand haben möchte.

Quellen: Tagesschau.de, Zeit.de, Global2000.at

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